Martin bei der Abfahrt vom Mandlkogel mit sehr viel Tiefschnee

Mandlkogel

St. Johanner Spurarbeit in Hüttschlag



Wieder einmal große Tourenbesprechung, Hotspot of the day: bei Hans-Peter in der Hubertusstube übrigens nicht nur für eine Tourenplanung mit Getränke empfehlenswert 😉 www.hotel-hubertusstube.at

Sonntag - Tag der Tour

7:30 Uhr, Hüttschlag Talschluss, eisig frische -10°C, leichte Wolkendecke. Der Weg führt über eine anfängliche Forststraße gleich rechts in den Wald und weiter durch den Moderegg-Graben. Der im Tourenbuch als „unangenehme Waldstufe“ bei „meist eisigen Verhältnissen“ beschriebene Weg durch das sogenannte „Geißmahdloch“ war eher mehr „ein paar Spitzkehren“ bei „feinstem Pulverschnee“. Die Verhältnisse waren uns wohl gesonnen! Aber klar war uns allen auch, bei weniger Schnee und mehr Eis handelt es sich hierbei tatsächlich um eine SEHR unangenehme Waldstufe.

Wieder einmal ein sensationeller Augenblick

Raus aus dem Wald, die Sonne in unseren Gesichtern und sanft ansteigend über die flachen Rücken Richtung Mandlkogel. Die einzige Aufstiegsspur der wir bis dahin gefolgt sind, zweigte auf den Plattenkogel ab. Ab jetzt übernahm unser Spurmeister Hansi die Führung und zauberte eine Spur die ihresgleichen sucht in die unberührte Winterlandschaft. Da bei knietiefem Pulverschnee die Spurarbeit etwas länger dauert, vertrieben wir uns die Zeit um das umliegende Bergpanorama zu bewundern. Vom Draugstein über den Weißgrubenkopf, Mureck und Schöderhorn sowie auch der Keeskogel, alle bezauberten uns mit ihrem Winterkleid.

„Da grinst a, da Hansi“
Trotz Schweißperlen auf der Stirn (oder gerade deswegen?) ist der Dauergrinser auf Hansis wie festgefrohren- das wird eine Abfahrt! Die letzten Spitzkehren führen uns auf den kreuzlosen Gipfel des Mandlkogel.

Von nun an gings bergab

Vor uns liegt eine über 600 Höhenmeter lange Abfahrt zu einer Jagdhütte welche sich in der direkten Falllinie vom Gipfel im Graben rechts der Moderegg-Alm auf ca. 1800m befindet. Wir kosten jeden einzelnen Schwung aus, machen Fotos, lachen, schieben im Tiefschnee an um nicht stecken zu bleiben, genießen die Sonne und den Schnee. Herz was willst du mehr?
Diese Abfahrt muss man sich gleich zwei Mal erarbeiten. Zuerst auf den Gipfel und bei der Jagdhütte angekommen warten rund 200hm Gegenanstieg um wieder zur Aufstiegsspur zu gelangen.

Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und den müden Beinen von der Spurarbeit, verzichten wir auf den Plattenkogel und sparen uns die Kräfte lieber für die letzten grandiosen Schwünge durch die unverspurten Hänge ab der Moderegg-Alm auf. Ab der Alm geht es entlang der Aufstiegsspur zurück zum Ausgangspunkt.

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